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Rheingau-Taunus-Kreis 16.03.2010

Positive Zwischenbilanz des Projektes "Jugendbeteiligung" des Lokalen Bündnisses für Familie

Jugendhilfedezernentin Monika Merkert: Positive Zwischenbilanz des Projektes "Jugendbeteiligung" des Lokalen Bündnisses für Familie 1.300 Jugendliche aus dem Kreis beteiligten sich an Umfrage / Welche Lebensqualitäten sehen Jugendliche in unserer Region?

"Das Lokale Bündnis für Familie im Rheingau-Taunus-Kreis bringt Prozesse für neue Unterstützungsnetzwerke für Familien und den Generationenzusammenhalt vor Ort in Gang. Gerade Bündnisse für Familie bieten die Chance, innovative Projekte vor Ort zu entwickeln", betont Jugendhilfedezernentin Monika Merkert. Nach ihren Worten lassen sich familienfreundliche Lebensbedingungen nur erreichen, wenn sich nicht nur der Staat kümmert, sondern all diejenigen mithelfen, die Familienleben erleichtern und unterstützen können. "Sich zu verbünden und die vielfältigen Möglichkeiten miteinander zu vernetzen, ist ein Erfolg versprechender Weg, den das Bündnis für Familie geht", so die Kreisbeigeordnete weiter.

Das Bündnis hat zahlreiche vorbildliche Initiativen gestartet. So ist in den vergangenen drei Monaten im Auftrag der Arbeitsgruppe Jugendbeteiligung des lokalen Bündnisses für Familien im Rheingau-Taunus-Kreis, dem auch die Jugendhilfedezernentin angehört, eine Befragung von Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 18 Jahren durchgeführt worden. Hierzu wurde ein Fragebogen entwickelt, der die Lebensbedingungen der Jugendlichen im Rheingau-Taunus-Kreis abfragt.

Über 1.300 Jugendliche aus dem Rheingau-Taunus-Kreis haben sich daran beteiligt. Die jungen Leute wurden zunächst nach ihren Freizeitbeschäftigungen gefragt und welche Angebote sie dafür nutzen. Ferner sollten sie einschätzen, wie wohl sie sich an ihrem Wohnort fühlen. Welche Lebensqualitäten sehen Jugendliche in unserer Region? Wie organisieren sich Jugendliche ihre Freizeit? Welche Angebote vermissen sie und was fehlt an ihrem Heimatort?

Eine Auswertung der durch die hohe Beteiligung zahlreichen Fragebögen soll bis Juni diesen Jahres erfolgen und danach publiziert werden. Die Arbeitsgruppe Jugendbeteiligung erhofft sich wichtige Erkenntnisse für die weitere Ausrichtung der Jugendarbeit im Landkreis. Gleichzeitig dient die Befragung dazu, die Jugendlichen zu motivieren, sich Gedanken um ihr Leben und die Zukunft im Rheingau-Taunus-Kreis zu machen und kreativ über Verbesserungs- und Änderungsmöglichkeiten nachzudenken.

Parallel zur Befragung startete das Lehrforschungsprojekt, das aus der Arbeitsgruppe des Bündnisses heraus entstanden ist und gemeinsam mit der Jugendhilfeplanung des Kreises und dem Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain durchgeführt wird, in seine zweite Runde. Schon im letzten Jahr hatten drei Gruppen von Studierenden die Probleme und Interessen von jugendlichen Szenen in Eltville, Walluf und Taunusstein erforscht. Dabei haben die Studierenden nicht nur viele Gespräche und Diskussionen mit den Jugendlichen geführt. Die Jugendlichen gestatteten ihnen darüber hinaus, auch ein Stück an ihrem öffentlichen Leben teilzuhaben.

Monika Merkert: "Mit den Jugendlichen zusammen produzierten die Studierenden zwei Videofilme." Darüber hinaus entstand eine mit selbst geschriebener und eingespielter Musik untermalte PowerPointPräsentation. Mit Hilfe dieser medialen Unterstützung versuchten die Jugendlichen, ihre Anliegen an die jeweiligen Gemeinden publik zu machen. Das hatte zur Folge, dass Kontakt zu zwei Bürgermeistern entstand. Zudem hatte Jugendhilfedezernentin Monika Merkert die Studierenden und Jugendlichen in die Arbeitsgruppe des Lokalen Bündnisses eingeladen, um mit ihnen gemeinsam ihre Anliegen zu diskutieren.

Mit dem zweiten Jahrgang an Studierenden will das unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Michael May (Hochschule RheinMain) vom ehemaligen Jugendhilfeplaner und jetzigem Leiter der Fachstelle Bildung, Horst Stockem, geleitete Projekt andere Gruppen und Szenen von Jugendlichen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis erreichen. Da in der Projektgruppe zwei Studentinnen mitarbeiten, die selbst aus Russland stammen, ist eine Teilstudie zur Szene der russlanddeutschen Jugendlichen geplant. Die abschließende Auswertung wird die Projektgruppe in der zweiten Jahreshälfte präsentieren.

Ziel des Projektes ist es u. a. auch, den Folgen des demografischen Wandels durch den gezielten Aufbau von Netzwerken und einer Analyse der Situation von Jugendlichen im Landkreis durch gezielte Projekte in den betroffenen Regionen entgegenzutreten. "Wir müssen die Jugendlichen ernst nehmen, sie motivieren, nach Kräften fördern und am gesellschaftlichen Veränderungsprozess aktiv beteiligen", so Monika Merkert abschließend.


 

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